03.02.2021

Pfarrer Horst Wilczek-Sommer verstorben

Pfarrer Horst Wilczek-Sommer. Foto: Uta Barnikol-Lübeck

Im Alter von 83 Jahren ist Pfarrer Horst-Wilczek-Sommer am 30. Januar 2021 verstorben. Von 1996 an war er Pfarrer im Königsberger-Diakonissen-Mutterhaus auf dem Altenberg und dort bis zu seinem Ruhestand 2002 als Altenheimseelsorger tätig.

Zahlreiche berufliche Stationen kennzeichnen seinen Lebensweg: Wirkte der in Essen geborene Wilczek-Sommer zunächst als „Handformer“ in einer Stahlgießerei in Mülheim an der Ruhr, so absolvierte er bis 1965 eine Ausbildung zum Diakon in Duisburg, wurde CVJM-Sekretär in Krefeld und ab 1968 Jugend- und Gemeindediakon in Wetzlar-Dalheim. Fünf Jahre später wechselte der Seelsorger nach Nauborn und Laufdorf und legte 1975 die Prüfung zum Gemeindemissionar mit der Amtsbezeichnung „Pastor“ ab. Der ehemalige Braunfelser Superintendent Ernst Küppers ordinierte Horst Wilczek-Sommer, der im Anschluss 21 Jahre lang als Gemeindemissionar in Nauborn und Laufdorf arbeitete. Die Anstellungsfähigkeit als Pfarrer der rheinischen Kirche wurde ihm 1992 zuerkannt. Vier Jahre später übernahm er die zweite Pfarrstelle im Königsberger-Diakonissen-Mutterhaus.

Frieden und Versöhnung waren wichtige Themen in seinem Leben. Er übernahm im Kirchenkreis mehrere Synodalbeauftragungen. So war er kreiskirchlicher Beauftragter für Kriegsdienstverweigerung, Gründungsmitglied des Arbeitskreises Frieden im Kirchenkreis Braunfels sowie Synodalbeauftragter für das Christlich-Jüdische Gespräch.

Der Vater von vier Söhnen aus zwei Ehen, der zuletzt in Schwalbach wohnte, hat im Ruhestand noch viele Gottesdienst- und Kasualvertretungen in umliegenden Kirchengemeinden übernommen. Dazu zählten auch Andachten und Seelsorgebesuche in den Häusern der Königsberger Diakonie. Seine letzte Ruhestätte findet er auf dem Friedhof des Klosters Altenberg.

17.01.2021

Immanuel Buchholtz als Pastor im Ehrenamt ordiniert

Immanuel Buchholtz ist am Sonntag in der evangelischen Kirche in Oberbiel als Pastor im Ehrenamt ordiniert worden. Für den im Sommer neu gewählten Superintendenten Hartmut Sitzler (Kröffelbach) war es die erste Ordination in seiner Amtszeit. Mit der feierlichen Einsatzung beauftragte er den 36-Jährigen Buchholtz zum Dienst der Wortverkündigung und der Sakramentsverwaltung. Damit darf der Westfale nun Predigen, Taufend und Abendmahl halten.

Buchholtz gehört seit 2018 zur Geistlichen Gemeinschaft Altenberg, in der sich Männer unter der Leitung von Bruder Lukas zusammen geschlossen haben, um in den alten Klostermauern gemeinsam ihr Leben zu gestalten. Buchholtz stammt aus der Grafschaft Rietberg bei Paderborn. Nach Schule und Militärdienst schloss er zunächst „Wanderjahre“ an. 2006 lernte er die erste christliche Kommunität kennen, Er studierte Theologie in Heidelberg, Leipzig/Halle, Tübingen und Berlin. In der Hauptstadt absolvierte er den praktischen Teil seiner Ausbildung, das Vikariat von 2014 bis 2016. Am Ende des Studiums entschied er sich gegen den Weg in ein Pfarramt.

Die Bezeichnung Pastor im Ehrenamt führte die rheinische Kirche ein, als es mehr Pfarrstellenbewerber als Pfarrer gab. Heute sucht die Kirche nach Pfarrern, so Sitzler im Gespräch mit dieser Zeitung. „Versuche nicht, die Kirche durch aufgeblähte Worte zu retten“, gab Sitzler dem Pastor mit in den Dienst. In diesem Amt gehe es darum, das Wort Gottes mitten in der Gemeinde zu predigen. Dabei müsse Jesus Christus, Grund, Mitte und Maß des Predigens sein.

Diakon Julian Gick von der Kirchengemeinde gratulierte Buchholtz und wünschte ihm, dass er mitarbeite die Zusammenarbeit zwischen Kloster und Kirchengemeinde zu gestalten und weiterzuentwickeln.

 

Bild. Superintendent Hartmut Stitzler mit dem Pastor im Ehrenamt Immanuel Buchholtz.

Momente auf dem Altenberg

Kira Petry
Martin Knell
Adventsmusik im Klosterhof
Rüdiger Dohmann, Margot Käßmann
Die Geistliche Gemeinschaft auf dem Altenberg
Gerd Scharfscheer
Pater Anselm Grün
zufriedenes Publikum
Jahresfest Königsberger Diakonie
Margot Käßmann
Sinfoniekonzert 2018
Zither-Konzert
Neue Hofkapelle Osnabrück
Mirko Roschkowski
Geschichte der Königsberger Diakonissen
Jörg Böttcher, Peter Hahne